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Was man in Bologna sehen sollte

Entdecke den charme der stadt der arkaden

Bologna ist eine Stadt, die man am besten zu Fuß entdeckt, während man unter ihren berühmten Arkaden spaziert und den Blick zu den mittelalterlichen Türmen erhebt, die den Himmel prägen. Vom pulsierenden Herzen der Piazza Maggiore bis zur andächtigen Stille des Santo-Stefano-Komplexes, vom außergewöhnlichen künstlerischen Erbe der Pinacoteca Nazionale bis zu den verborgenen Kanälen, die lautlos unter der Stadt fließen – jede Ecke erzählt eine Geschichte.

Unsere Empfehlungen für Sehenswürdigkeiten in Bologna führen dich zu den wichtigsten Highlights und den weniger bekannten Schätzen einer der faszinierendsten Städte Italiens.

Die zwei Türme: Asinelli und Garisenda

Die Zwei Türme (Le Due Torri) sind das unbestrittene Wahrzeichen von Bologna und eines der ikonischsten mittelalterlichen Denkmäler Italiens. Sie wurden zwischen dem Ende des 11. und dem Beginn des 12. Jahrhunderts von den mächtigsten Familien Bolognas als Symbol für Prestige und Macht errichtet. Der Asinelli-Turm und der Garisenda-Turm dominieren noch heute die Skyline von Bologna und wachen seit fast tausend Jahren über die Piazza di Porta Ravegnana.

Der Asinelli-Turm ist mit seinen 97 Metern Höhe der höhere der beiden und für die Öffentlichkeit zugänglich: Das Erklimmen seiner 498 Stufen belohnt mit einer der spektakulärsten Aussichten auf Bologna und die roten Dächer der Stadt, wobei der Blick an klaren Tagen bis zum Apennin reicht.
Der Garisenda-Turm, der niedriger ist und eine charakteristische Neigung aufweist, die sogar die Fantasie von Dante Alighieri anregte – er erwähnte ihn in der Göttlichen Komödie –, ist derzeit wegen Konservierungsarbeiten für die Öffentlichkeit geschlossen.

Ein Spaziergang am Fuße der Zwei Türme im mittelalterlichen Herzen der Stadt ist ein absolutes Muss: Die Atmosphäre auf der Piazza di Porta Ravegnana mit den in alle Richtungen verlaufenden Arkaden bietet eine authentische und unvergessliche Zeitreise.

Das historische Zentrum und die UNESCO-Arkaden

Das historische Zentrum von Bologna ist eines der am besten erhaltenen Italiens. Im Jahr 2021 wurden seine berühmten Arkaden (Portici) offiziell in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Mit über 40 Kilometern an Arkaden, die sich an historischen Palästen, Kirchen und Plätzen vorbeischlängeln, ist ein Spaziergang durch das Zentrum von Bologna ein weltweit einzigartiges Erlebnis: Unabhängig vom Wetter durchquert man die Stadt immer im Trockenen, vorbei an einer Abfolge von Bögen, Säulen und Ausblicken, die sich mit jedem Schritt verändern.

Die 12 von der UNESCO anerkannten Arkadengruppen erzählen Jahrhunderte Stadtgeschichte – von der mittelalterlichen Arkade von Santo Stefano bis hin zum berühmten Säulengang, der zum Santuario di San Luca hinaufschon führt.

Sich in der Via Indipendenza, Strada Maggiore und Via Galliera zu verlieren bedeutet, in das authentische Herz einer Stadt einzutauchen, die die Gastfreundschaft unter ihren Arkaden zu einer Lebensphilosophie gemacht hat.

Piazza Maggiore und die Basilica di San Petronio

Die Piazza Maggiore ist das pulsierende Herz von Bologna, einer der schönsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Plätze Italiens.

Umgeben von historischen Palästen von außergewöhnlicher Eleganz – dem Palazzo d’Accursio, dem Palazzo dei Banchi, dem Palazzo del Podestà und dem Palazzo dei Notai – ist der Platz seit Jahrhunderten der Dreh- und Angelpunkt des zivilen, kulturellen und sozialen Lebens der Stadt.

In seiner Mitte erhebt sich die majestätische Basilica di San Petronio, eine der größten gotischen Kirchen der Welt. Ihre unvollendete Fassade aus weißem und rosa Marmor ist an sich schon ein zeitloses Meisterwerk. Im Inneren beherbergen die extrem hohen Schiffe Kunstwerke von unschätzbarem Wert und die berühmte astronomische Sonnenuhr (Meridiana) – die längste, die je in einem geschlossenen Raum gebaut wurde.

Nur wenige Schritte entfernt, auf der Piazza del Nettuno, vervollständigt der Neptunbrunnen von Giambologna (Fontana del Nettuno) eines der faszinierendsten Stadtbilder Europas.

Der Santo-Stefano-Komplex

Von den Einwohnern Bolognas als die „Sieben Kirchen“ (Sette Chiese) bezeichnet, ist der Santo-Stefano-Komplex einer der faszinierendsten und geheimnisvollsten Orte der Stadt.

Eingebettet in die wunderschöne Piazza Santo Stefano – einer der schönsten Plätze der Stadt mit seiner dreieckigen Form und den ihn umschließenden Arkaden – erzählt dieses außergewöhnliche Ensemble aus übereinander gelagerten und miteinander verbundenen religiösen Gebäuden über fünfzehn Jahrhunderte Geschichte, von der frühchristlichen Ära bis zum Mittelalter.
Zwischen stillen Innenhöfen, romanischen Kreuzgängen und geschichtsträchtigen Kapellen umfasst der Komplex unter anderem die Chiesa del Crocifisso (Kreuzkirche), die Basilica dei Santi Vitale e Agricola und den stimmungsvollen Pilatus-Hof (Cortile di Pilato).

Ein Besuch des Santo-Stefano-Komplexes ist eine Zeitreise, die durch ihre beschauliche Atmosphäre und die außergewöhnliche historische sowie künstlerische Schichtung überrascht.

Palazzo dell’Archiginnasio und das Anatomische Theater

Der 1563 erbaute Palazzo dell’Archiginnasio war über zwei Jahrhunderte lang der Hauptsitz der Universität Bologna, der ältesten der westlichen Welt.

Heute beherbergt er die Biblioteca Comunale dell’Archiginnasio, eine der bedeutendsten Bibliotheken Italiens. Doch besonders sein Inneres raubt Besuchern den Atem: Die Arkaden und Korridorwände sind vollständig mit Hunderten von heraldischen Wappen und Gedenktafeln jener Familien von Studenten und Professoren bedeckt, die hier im Laufe der Jahrhunderte studiert und gelehrt haben.

Das absolute Juwel des Palastes ist das Anatomische Theater (Teatro Anatomico), ein geschnitzter Holzsaal von seltener Schönheit. Er wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs originalgetreu rekonstruiert. Hier fanden einst öffentliche Anatomie-Demonstrationen vor einem Publikum aus Studenten und Schaulustigen statt.

Ein einzigartiger Ort, der mit außergewöhnlicher Kraft die Atmosphäre des gelehrten Bologna der Renaissance heraufbeschwört.

Pinacoteca Nazionale di Bologna

Die Pinacoteca Nazionale di Bologna ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen Italiens und die wichtigste Schatzkammer der außergewöhnlichen bolognesischen Maltradition.

Untergebracht im ehemaligen Kloster Sant’Ignazio, zeichnet die Sammlung sieben Jahrhunderte Kunstgeschichte vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert nach, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der großen emilianischen Malschule. Unter den ausgestellten Meisterwerken ragen die Arbeiten von Vitale da Bologna (dem ersten großen bolognesischen Maler), die Werke von Francesco Francia und vor allem die Gemälde der Carracci-Brüder (Ludovico, Agostino und Annibale) heraus, die ab dem späten 16. Jahrhundert die europäische Malerei revolutionierten und die Accademia degli Incamminati gründeten.

Zudem gibt es Werke von Guido Reni, Guercino und Domenichino, die die Pinakothek zu einem unverzichtbaren Stopp für jeden machen, der die Tiefe und den Reichtum der bolognesischen Kunstkultur verstehen möchte.

MAMbo – Museo d'Arte Moderna di Bologna

Das MAMbo (Museo d’Arte Moderna di Bologna) ist das wichtigste Zentrum für zeitgenössische Kunst in der Stadt und eines der lebendigsten und innovativsten Museen der italienischen Kulturlandschaft.

In einer ehemaligen Großbäckerei (ex forno del pane) im Viertel Manifattura delle Arti gelegen, beherbergt das Museum eine permanente Sammlung, die die italienische Kunst von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart dokumentiert – mit Werken von Giorgio Morandi, Lucio Fontana und vielen anderen Protagonisten der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Neben der Dauerausstellung bietet das MAMbo einen reichen Kalender an Wechselausstellungen, Events, Performances und kulturellen Initiativen, die es zu einem unverzichtbaren Bezugspunkt für Liebhaber zeitgenössischer Kunst machen.

Das Museum ist Teil des größeren Museumssystems der Fondazione Museo Civico di Bologna, zu dem auch das Museo Morandi und verschiedene andere Ausstellungsräume in der Stadt gehören.

Museo Civico Archeologico

Das Museo Civico Archeologico di Bologna ist eines der reichsten und vollständigsten archäologischen Museen Italiens. Seine Sammlungen reichen von der Vorgeschichte bis zur römischen Kaiserzeit und bieten ein außergewöhnliches Fenster in die Geschichte der Region Bologna und der menschlichen Zivilisation.

Im Herzen der Altstadt in einem eleganten Palast in der Via dell’Archiginnasio gelegen, beherbergt das Museum eine der weltweit bedeutendsten etruskischen Sammlungen. Sie zeugt von der Blütezeit dieser Zivilisation in Felsina – dem antiken Namen von Bologna – zwischen dem 6. und 4. Jahrhundert v. Chr. Von großer Bedeutung ist auch die ägyptische Abteilung, die eine der bedeutendsten Fundsammlungen Italiens besitzt, sowie die Abschnitte, die der Vorgeschichte und der Römerzeit gewidmet sind.

Ein Besuch im Museo Civico Archeologico ermöglicht es, Jahrtausende der Geschichte auf einem einzigen, faszinierenden Rundweg zu erleben.

La Certosa di Bologna – Monumentaler historischer Friedhof

Die Certosa di Bologna ist weit mehr als nur ein Friedhof: Sie ist ein Freilichtmuseum, ein Ort der Geschichte, Kunst und Erinnerung, der jeden überrascht, der ihn zum ersten Mal betritt.

Im Jahr 1334 als Kartäuserkloster gegründet und 1801 in einen städtischen Friedhof umgewandelt, ist der Komplex heute einer der schönsten und eindrucksvollsten historischen Friedhöfe Europas. In seinen Kreuzgängen, Galerien und Kapellen befinden sich Grabdenkmäler von außergewöhnlichem künstlerischen Wert – geschaffen von Bildhauern wie Alfonso Lombardi und Giacomo De Maria – sowie die Gräber berühmter Persönlichkeiten Bolognas, darunter der Komponist Ottorino Respighi und der Liedermacher Lucio Dalla.

Ein Spaziergang durch die Certosa bedeutet, in eine geschichtsträchtige Stille einzutauchen, umgeben von neoklassizistischen Skulpturen, Fresken und Architekturen, die zwei Jahrhunderte bolognesischer Kultur und Bürgersinn widerspiegeln.

Das kleine Fenster in der Via Piella und die verborgenen Kanäle

Nur wenige wissen, dass Bologna, bevor es als „Die Rote“ (La Rossa) bekannt wurde, erst „Die Turmreiche“ (La Turrita) und später auch das „Kleine Venedig“ (Piccola Venezia) genannt wurde: Ein dichtes Netz aus Kanälen und Schleusen durchzog einst die mittelalterliche Stadt und trieb Mühlen, Fabriken und Färbereien an, die im Mittelalter den wirtschaftlichen Wohlstand Bolognas sicherten.

Heute fließen fast alle diese Kanäle verborgen unter den Straßen, für die meisten unsichtbar, doch an einigen Stellen kann man ihren Zauber noch erahnen.
Das berühmteste Beispiel ist die Finestrella di Via Piella: ein kleines Fenster mit Blick auf den Canale delle Moline, das einen der romantischsten und überraschendsten Ausblicke der Stadt bietet und bei Fotografen aus aller Welt überaus beliebt ist.

Nicht weit entfernt kann der Canale Navile – der längste der bolognesischen Kanäle – zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf einer grünen, reizvollen Route erkundet werden, die von den Stadttoren bis weit in die ländliche Umgebung führt.

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